Neue Website!!!

Allgemein

Mal ganz ehrlich ist umgezogen!!!

Mal ganz ehrlich findet ihr ab jetzt unter neuem Domain:

Mal ganz ehrlich – Neue Website

Es würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

-K.

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Einfach losfahren.

Persönliches

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Es ist der letzte Sommer, in dem mein Freund noch nicht arbeiten muss. Für uns war klar: Wir müssen noch irgendwo hinfahren. Die Wahl des Ziels überließ ich Paul, meinem Freund. Lange dachte er daran nach Skandinavien hoch zu fahren, wohl gemerkt, ich besitzt noch keinen Führerschein, er hätte die Strecke alleine zurücklegen müssen. Der Konjunktiv verrät, dass wir nicht in Skandinavien gelandet sind. Zwei Tage vor Abreise fragte mich Paul ganz beiläufig, was ich denn von Frankreich halte. Und so hatten wir ein neues Ziel. Am Tag der Abreise ließen wir uns Zeit. Und dann? Dann sind wir einfach losgefahren. Wir sind einfach losgefahren mit Zelt und Sack und Pack im Kofferraum.  Paul war für etwas kühleres Wetter, so ging es in den Norden. Über Deutschland sind wir hoch gefahren, haben auch in Deutschland zwei Zwischenhalte gemacht, uns mal ein bisschen umgesehen, die Gegend erkundet.

Dann waren wir ganz plötzlich am Ziel, wenn man es denn als solches bezeichnen kann, in Frankreich. Zunächst in der Picardie, auf einem sehr schmuddeligen Campingplatz in der Nähe von Amiens. (nur so nebenbei erwähnt, dies war der einzige Campingplatz den Paul ausgewählt hatte, die restlichen, auch nur so als Notiz am Rande, die restlichen Campingplätze waren wirklich schön, hatte ich ausgesucht und nach seinem Fehlgriff überließ mir Paul diese Aufgabe). Obwohl der Campingplatz so schmuddelig war, blieben wir zwei Nächte. Der Campingplatzbesitzer war ein grantiger Franzose, der all meine Bemühungen korrektes Französisch zu sprechen in den Dreck zog und darauf herumtrampelte, indem er sehr erzürnt partout nur Englisch mit mir sprach. Einen schönen Tag konnte man ihm auch nicht wünschen, seine Reaktion darauf war ein bloßes mürrisches Schnauben, als ob man ihm den Tag damit erst Recht vermiest hätte. Amiens war, nun ja, ein Städtchen. Um ehrlich zu sein, nichts wirklich besonderes. Bis auf Notre Dame. Diese Kathedrale hatte ich bereits in meinem Kunstgeschichte Studium kennengelernt und die Skulpturen sind, wie ich nicht anders erwartet hatte, atemberaubend! Doch das war auch das einzig schöne, das wir in Frankreich bis zu diesem Zeitpunkt erlebt hatten.

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Ansonsten hatte uns Frankreich eher seine Kehrseite zum Besten gegeben. Überall bloß grantige Menschen und Dörfer, die verlassener und trostloser nicht sein konnten. Und der Weg in die Picardie, davon sollte ich erst gar nicht anfangen… (Spoiler: ich werde es aber trotzdem tun) Die Franzosen haben eine Unmenge an Tankstellen! Doch es sind meist nicht bloße Tankstellen, nein, es sind gleichzeitig Supermärkte. Soweit, so gut. In Deutschland gibt es auf Autobahnen immer Raststätten mit Toiletten, oder Tankstellen mit eben diesen. (Ahnt ihr in welche Richtung es geht?). In Frankreich sind wir die Autobahnen umgangen, da die Mautpreise exorbitant hoch sind. Auf den Landstraßen gibt es keine Raststätten, aber Tankstellen alias Supermärkte auf denen sie (die grantigen französischen Supermarktangestellten) dich partout nicht die Toilette benutzen lassen. Wir haben dann doch auf dem Weg noch einen Bahnhof gefunden, der eine Toilette besaß. Ein Bild, dass ich niemals vergessen werde. Eine solche Toilette vergisst man in seinem Leben nie. Es war die schlimmste Toilette, die ich in meinem Leben jemals gesehen habe und jemals sehen werde. Details spare ich aus. Ich bin zwar hier mal ganz ehrlich, aber so viel Ehrlichkeit schlägt auf den Magen, das muss nicht sein. Ich war wirklich unglücklich. Das fasst es eigentlich ziemlich gut zusammen.

Ich war kurz davor Paul zu bitten, wir mögen unseren Urlaub doch in Belgien oder in den Niederlanden fortführen. In dem Moment als ich das Paul vorschlagen wollte, sagte er: „So und jetzt fahren wir in die Bretagne, ans Meer. Und da machen wir es uns schön. Scheiß auf die grantigen Franzosen in der Picardie.“ Und ich erwiderte nur: „Ok.“ Und so fuhren wir los. Und plötzlich waren wir da. Im Frankreich, dass wir uns so sehr ersehnt hatten.

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Malerische kleine Dörfer mit Boulangerien, kleinen Brasserien und Restaurants, kleine Galerien, die lokale Künstler ausstellen, Hortensien überall, Baguette und Croissants zum Frühstück. Und dann das Meer. Dieses unfassbar schöne Meer. In dem Moment, indem ich mit meinen Füßen im Wasser stand, war ich bloß glücklich. Nichts als glücklich. Und es war wundervoll. Den Rest unserer Zeit verbrachten wir dort. Und wir genossen jede Sekunde. Denn in der Bretagne scheint die Zeit still zu stehen, in der Bretagne ticken die Uhren anders. Die Bretagne zwingt einem ihren Rhythmus auf. Und man lebt in den Tag hinein. Einfach so.

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-K. 

Der Drang Dinge zu bewahren

Allgemein, Persönliches

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Gerade in letzter Zeit ist es mir nur allzu sehr bewusst geworden: Ich besitze den unwiderruflichen Drang Dinge zu bewahren, sie zu erhalten. Ich trenne mich ungern von Sachen, auch wenn es nur kleine Notizen sind. Und das obwohl ich den minimalistischer Lebensstil doch so bewundere, der im Netz von allzu großer Beliebtheit strotzt. Ich will fotografieren, filmen, Tagebuch führen (obwohl ich meist kläglich scheitere). Auch diesen Blog habe ich mit der Intention meine Gedanken und Gefühle zu bewahren erstellt.

Oft geht es mir so, dass ich unbewusst handle und erst viel später Erklärungen finde für mein Tun. So als ob ich mich selbst spannend machen möchte, als ob ich vor mir selbst Geheimnisse hätte. Und immer wieder geht es mir so, dass ich mich über mich selbst wundere. Dass im Moment unscheinbare, beiläufige Handlungen meinerseits doch einem Ziel zugute kommen. Dass Verhalten, dass mir zunächst nicht aufgefallen ist, dann bemerkt wurde und für Verwunderung gesorgt hat, einen Sinn hatte. Obwohl es mir doch manchmal so vorkommt, ich würde nur in den Tag hineinleben.

So ging es mir auch mit meinem Drang zu bewahren. Warum habe ich mit 20 Jahren diesen Drang? Als Kind hatte ich den doch auch nicht. Und ich denke wohl, es hat mit meiner Kindheit zu tun hat. Als ich noch ein Kind war, hatte ich die blühendste Fantasie. Und ich war die größte Tagträumerin. Ich habe mir den lieben langen Tag Geschichten ausgedacht. Tag ein Tag aus. Teilweise habe ich eben diese Geschichten weitergesponnen ad absurdum. Die fantastischsten Geschichten waren das.

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Das war auch ein Grund, warum ich schon als Kind auch immer gern ins Museum ging. Nicht weil ich es gern mochte mir schöne Bilder einfach anzusehen. Nein, vielmehr weil vor meinem innerlichen Augen die Frauen in den Bildern Klimt zum Leben erwachten und eine neue Geschichte erzählten. Ein Trigger für meine Fantasie war auch Musik, manchmal brauchte es nur ein Lied, dass ich eine Geschichte im Kopf weitererzählte. Und das Lied lief im Hintergrund wie die Musik in einem Film.

Ich habe mir diese Geschichten nicht aufgeschrieben. Nie im Leben hatte ich gedacht ich könnte sie jemals vergesse, gab es doch Geschichten, die ich für etwa fünf Jahre geführt habe. Und doch habe ich sie vergessen, die Geschichten meiner Kindheit. Wenn ich noch Lieder höre, die ich als Kind und Jugendliche gerne gehört habe, erscheinen noch Fetzen von Bildern vor meinem inneren Auge. Hin und wieder habe ich auch noch Tagträume, aber nicht so wie früher. Was würde ich dafür geben, diese Eigenschaft wieder zurückzuerlangen. Aber das Leben ist schnell, mit vielen Eindrücken und viel zu viel zu tun. Und wo kein Platz für etwas Langeweile ist, da ist auch wenig Platz für Tagträume. Doch besuche ich bis heute gerne Museen, nicht weil die Bilder beginnen sich zu bewegen, wie sie es früher getan haben, aber weil ich doch noch die Hoffnung besitzen sie würden es eines Tages doch wieder tun.

-K. 

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Mein WG-Zimmer

Persönliches

Bald ist es soweit, ich kann es kaum glauben: Mein Freund Paul und ich ziehen in unsere erste gemeinsame Wohnung. Da ich doch auch einige meiner Möbel verkaufe/verschenke wollte ich noch einmal festhalten, wie mein altes WG-Zimmer ausgesehen hat. Es ist wohl nicht schwer zu erkennen, dass ich Pflanzen sehr gerne habe (und Ikea)… Damit viel Spaß mit dem Einblick in mein Wohn-/Schlafzimmer. (ich liebe es im übrigen mir Bilder von anderer Leute Wohnungen anzusehen, darum gibt es mit Sicherheit in Zukunft auch eine Wohnungstour, wenn wir uns mal eingelebt haben). 

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K.

Liebste Freundin meiner Kindheit

Persönliches

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Meine liebe, treue Freundin,

16 Jahre lang hast du mich begleitet, 16 Jahre lang. Du hast mich durch meine Kindheit begleitet, liebste Freundin. Ich sah dich, als du jung und immer auf der Jagd warst, ich sah dich als du allmählich gebrechlich wurdest. Gegen Ende hin hattest du es nicht mehr leicht. Alles wurde schwerer. Es tat mir im Herzen weh, dich so zu sehen, alte Freundin. Hattest du doch so viel mit mir erlebt. Du gingst auf natürlichem Weg. Und obwohl ich wusste, dass es an der Zeit war loszulassen, blutet mein Herz noch immer. Mit dir ist ein Stück meiner Jugend gegangen.

 

Ich erinnere mich an den Tag an dem du in mein Leben getreten bist, als ob es gestern gewesen wäre. Auf einer Alm in Tirol bist du mit deinen Geschwistern herumgelaufen, und weil du so buntes Fell hattest, gefielst du mir auf Anhieb. Warum ich mir dich überhaupt aussuchen durfte ist eigentlich eine lustige Geschichte. Als kleines Kind weigerte ich mich partout beim Zahnarzt den Mund zu öffnen, vielleicht habe ich auch einen Zahnarzt gebissen. Unter der Prämisse ich dürfte mir ein Katze aussuchen, gab ich selbstverständlich klein bei. Mein Gott, was bin ich froh, dass ich als Kind so starrköpfig war. Sonst wäre mir doch tatsächlich die Bekanntschaft mit einer wundervollen Seele entgangen.

 

Es hieß oft, dreifarbige Katzen wären Glückskatzen. Und das warst du mit Sicherheit. Bevor du die Straße überquert hast, hast du immer nach Links und Rechts gesehen. Wenn man dich ansprach, schienst du immer keckernd zu antworten. Es fühlt sich falsch an, nach Hause zu kommen und zu wissen, dass du nicht mehr da bist. Vielen Dank für all die Jahre, liebste Freundin. In meinem Herzen wirst du immer einen Platz haben. Ich werde dich vermissen.

 

Leb wohl, liebste Freundin meiner Kindheit. 

-K.

Eine kurze Geschichte über meine Haare

Persönliches

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Die eigenen Haare sind für Frauen oft ein Heiligtum, wenn der Friseur nur einen Millimeter zuviel abschneidet, fließen Tränen. Das war bei mir niemals so. Für mich sind meine Haare eine Möglichkeit meinen Stil nach außen zu projizieren, eine Möglichkeit mit Stil zu spielen, eine Möglichkeit mich von der breiten Masse heraus zu heben. Eine Frisur wie jede andere kommt daher nicht in Frage, zurzeit zumindest nicht.

 

Aber meine Haare waren nicht immer kurz. Sie sind es wieder, aber man mag es nicht glauben, als ich mein Maturazeugnis 2015 entgegen genommen habe, waren meine Haare so lange, dass sie mir bis über die Brüste reichten.

 

Doch beginnen wir am Anfang meiner haarigen Geschichte… Als kleines Kind waren meine Haare immer lange, mit Ausnahme meiner Stirnfransen, die meine Mutter immer selbst nachgeschnitten hat. Ich kann mich noch gut erinnern, an diese Momente, wenn ich im Bad saß mit frisch gewaschenen noch nassen Haaren und meine Mutter vor mir kniete. Sie setzte die Schere an und mit den Worten „Jetzt nicht bewegen“ wurde gekürzt. Bei diesen Worten hielt ich immer die Luft an, ich war sonst davon überzeugt, dass mir meine Mutter ein riesiges Eck in meine Stirn schneidet. Nicht dass meine Mutter jemals einen schlechten Job getan hat, ganz im Gegenteil, meine Stirnfransen waren immer schön. Aber naja, was man sich als Kind mit einer blühenden Fantasie nicht alles für Szenarien im Kopf ausmalt.

 

Irgendwann konnte ich meine Mutter davon überzeugen, dass Stirnfransen uncool seien und sie ließ meine Haare wachsen. Ungefähr um diese Zeit durfte ich auch zum ersten Mal zum Friseur. Welche Frisur ich mir damals gewünscht habe? Ich wollte den stufigen Schnitt den Zoey aus Zoey 101 hatte. (Menschen aus meiner Generation wissen genau, welche Frisur ich meine). Und die Friseurin erfüllt mir diesen Wunsch. Mein Gott ich war so stolz. Diese Frisur hatte ich einige Zeit lang, bis ich sie dann nicht mehr hatte.

 

Als ich dann in der 7. Schulstufe war, verkleidete ich mich zu Fasching als Punk-Rockerin. Dazu hatte ich eine rote Kurzhaar-Perücke. Niemals habe ich mich so cool gefühlt. Woraufhin ich zu meiner Mutter ging und sie bat den Friseur anzurufen, weil ich mir die Haare abschneiden möchte. Meine Mutter lachte nur, mein ernstes Gesicht machte sie jedoch stutzig. Sie fragte mich, ob ich mir sicher sei, was ich nur bejahte. Ohne noch eine Frage zu stellen machte meine Mutter einen Termin für mich. Ich suchte in Modemagazinen nach Vorlagen für mein neues Ich und wurde auch fündig. Der Tag kam und ich kniff nicht. Meine Haare wurden abgeschnitten und ich war begeistert. Ich war „on Top of the world“, ich fühlte mich richtig cool, richtig „badass“ (so das war’s jetzt mit Anglizismen, versprochen).

 

Ich war damals etwa 14 Jahre alt und um ehrlich zu sein, ich hab drauf „geschissen“ was die anderen davon hielten. (entschuldige meine Ausdrucksweise, aber es war so). Hab ich mir dumme Kommentare anhören müssen? Ja klar. Es gab einen Jungen in meiner Klasse, der mich permanent damit aufziehen wollte, ich wäre ein „Lesbe“ aufgrund meiner kurzen Haare. Es hat mich nicht gestört, dass er dachte, ich wäre an Mädchen interessiert. Jemanden des gleichen Geschlechts zu mögen, daran ist nichts falsch. Was mich gestört hat, war das dumme Vorteile, kurze Haare würden überhaupt eine Aussage über meine sexuelle Orientierung tätigen. Ich habe seine ständigen Kommentare geduldet, bis es mir irgendwann gereicht hat und ich ihn (ich entschuldige mich im Voraus) so „zur Sau“ gemacht habe, wie engstirnig und blöd er doch sei, dass er mich in Zukunft in Ruhe gelassen hat. Viel später habe ich erfahren, dass eben dieser Junge in mich verliebt war. Tja, das war wohl nicht der richtige Weg mir näher zu kommen, wer hätte das gedacht.

 

Ich trug meine Haare für etwa 2 Jahre kurz. Dann war ich genervt ständig zum Friseur gehen zu müssen und ich hatte den Punkt erreicht, an dem ich auf jeden schönen Dutt eifersüchtig war. Darum ließ ich meine Haare wachsen. Oft hört man, sich sie Haare wieder wachsen lassen, würde ewig dauern und man würde eine Zeit lang blöd aussehen. Ich fand den Prozess nicht schlimm, sobald die Haare Kinn lang waren, ging es Ruckzuck. Sobald es mir möglich war, drehte ich meine Haare in einem Dutt auf meinem Kopf zusammen. Und zwar jeden, verdammten Tag. Tag ein, Tag aus, der Dutt blieb. Oft waren meine Mitschüler schockiert, wenn ich meine Haare offen trug. Schockiert, wie lange sie schon geworden sind. Da ich sie immer zusammengebunden hatte, wusste man gar nicht wie lang meine Haare tatsächlich sind.

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Es kam der Zeitpunkt, an dem ich in den Spiegel sah und gelangweilt war. Ich war so unfassbar gelangweilt, von meinen Elends langen Haaren, die nur fade meinen Kopf hinunter hingen. Man sollte dazu sagen, das ich zwar nicht wenige, dafür aber feine Haare habe. Von Volumen in den Haaren kann ich nur träumen. Und so begann ich, meine Haare sukzessive abzuschneiden. Von Rapunzel zu schulterlang, zu Kinn lang, zur Kurzhaarfrisur. Und ich habe es nie bereut!

-K.

 

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Wie Juno zu mir kam.

Juno

Ich wollte unbedingt einen Hund. Und zwar schon immer. Wir hatten auch einen Familienhund (dank meiner Überzeugungskräfte als Kind), den ich abgöttisch liebte. Doch dann kam der Zeitpunkt, an dem ich von Zuhause auszog. Nach Graz. Vier Autostunden von meiner Familie und unserem Beagle entfernt. Und ich dachte zunächst, es würde mir nichts ausmachen. Doch schon sehr bald hat sich das Gefühl zurück in mein Leben geschlichen, das selbe Gefühl, dass ich als Kind schon hatte. Ich wollte unbedingt einen Hund, mal wieder. Zu diesem Zeitpunkt war unser Familienhund schon 8 Jahre alt, also befand sich Moritz (der Name unseres Beagles) praktisch in der Mitte seines Lebens. Und es kam mir doch irgendwie sehr unfair vor, einen Hund in der Blüte seines Lebens aus seinem gewohnten Umfeld zu reißen, noch dazu vom Land in die Stadt. Nein, Moritz mit nach Graz zu nehmen, war für mich keine Option. Nebenbei erkundigte ich mich über alle möglichen Hunderassen, hab regelmäßig das Tierheim besucht und Pläne geschmiedet, wie sich ein Hund mit Studium und Nebenjob vereinbaren ließen.

 

Cocker Spaniel haben mir schon immer gefallen, vor allem was ihr Wesen angeht. In Wahrheit war der Cocker Spaniel der perfekte Hund für mich: relativ klein, anhänglich, folgsam, braucht zwar viel Auslauf, aber auch wieder nicht übertrieben viel. Noch dazu gefallen sie mir auch optisch, obwohl das für mich eher nebensächlich war. Wie durch Zufall stieß ich dann auch auf eine Anzeige mit Cocker Welpen nicht unweit von Graz, die das Ergebnis einer Liebesnacht zweier Spaniels war. Sie waren zwar alle reinrassig, aber halt nicht von einem Züchter. Nur aus Neugierde, zumindest habe ich mir das eingeredet, könnte man sich die Welpen ja mal ansehen. Tja, und als ich dann dort war, wollte ich nie wieder weg. Dann ging es erst richtig los, ich informierte mich über Hundeerziehung, rechnete die Kosten pro Monat für den Hund aus und erstellte Pro/Kontra – Listen.

 

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Meine Eltern waren von der Idee nicht begeistert. Sie haben es mir nicht verboten, wirklich unterstützt haben sie mich aber auch nicht. Ich bin dann nochmal in mich gegangen. Tja, und mein Innerstes wollte das durchziehen. Ob ich Zweifel hatte? Ja. Hatte ich Angst, dass ich das alleine nicht schaffe? Selbstverständlich. Aber ich wollte es, ich wollte es unbedingt.

 

Der Wurf aus dem Juno stammt, kam im April auf die Welt. Das heißt, die Welpen waren Mitte Juni bereit zu ihren neuen Besitzern zu ziehen. Also Ende des Sommersemesters und das war perfekt. Das hieß für mich nämlich, ich hatte drei Monate  Sommerferien Zeit, mich intensiv mit ihrer Erziehung zu beschäftigen, sie stubenrein zu bekommen, sie fix an mich zu binden, denn im Oktober, wenn die Uni wieder beginnt, würde sie ein halbes Jahr alt und aus dem Gröbsten draußen sein. Und weil sich alles so gut fügte, habe ich sie zu mir nach Hause geholt. Und das war einer der schönsten Tage in meinem Leben bis her. Keinen Moment habe ich diese Entscheidung bisher bereut.

 

 

Wie ich Juno erzogen habe und wie das mit Hund und Uni alles unter einen Hut zu bringen ist, darauf möchte ich jetzt gar nicht so genau eingehen, darüber schreibe ich mal einen eigenen Blogbeitrag. Eines möchte ich zum Schluss aber noch sagen, meine Familie liebt Juno abgöttisch. Vor allem mein Vater. Derjenige der am meisten dagegen war, dass ich mir einen Hund hole, ist der größte Fan meines Hundes geworden. Wie das Schicksal manchmal spielt…

 

-K.

 

 

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